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Können Textilien giftig sein?

Do Textiles Contain Harmful Toxins?

Wir werden uns zunehmend bewusster, wenn es um nachhaltige Ernährung und Kosmetikprodukte geht. Wir schätzen Bio-Lebensmittel und fühlen uns besser, wenn wir uns für nährstoffreiche und schadstofffreie Produkte entscheiden. Der Boom im ‚Clean Beauty‘ Segment zeigt, wie wichtig uns Kosmetik ohne potentiell toxischen Wirkstoffen geworden ist. Doch das gleiche gilt (noch) nicht bei Textilien.

Anders als bei Lebensmitteln und Kosmetika gibt es auf unserer Kleidung keine präzisen Angaben der Inhaltsstoffe. Unsere Haut ist unser größtes Organ, das ständig in Kontakt mit Textilien ist. Daher lohnt es sich, genau hinzusehen, welche Toxine möglicherweise bei der Herstellung verwendet wurden.

Wie erkennt man Toxine in Textilien?

  • Welche Giftstoffe sind in unserer Kleidung enthalten? 
  • Können Textilien allergische Reaktionen verursachen?
  • Können Giftstoffe aus Textilien über die Haut aufgenommen werden?
  • 6 Schritte für einen Kleiderschrank-Detox
  • Ist Seide giftig?
  • Die toxinfreie Alternative: nachhaltige Naturseide

Welche Giftstoffe sind in unserer Kleidung enthalten?

Je nach Materialien und Chemikalien, die bei ihrer Herstellung verwendet werden, können Textilien potentiell schädlich sein. Viele Stoffe werden mit chemischen Substanzen behandelt, um bestimmte Eigenschaften wie Fleckenbeständigkeit, Wasserabweisung oder Knitterresistenz zu erreichen. Die zu diesem Zweck eingesetzten Chemikalien können z.B. sein Formaldehyd, Flammschutzmittel und perfluorierte Verbindungen (PFCs) und andere enthalten. Das sind nicht gerade Substanzen, die  wir gerne auf unsere Haut bekommen wollen!

Formaldehyd wird beispielsweise als Konservierungsmittel in einigen Textilien verwendet. Dieser Stoff wurde vor zwanzig Jahren als Karzinogen klassifiziert und kann Hautreizungen, Augenreizungen und Atemprobleme verursachen. Flammschutzmittel können auch giftig sein und wurden mit Entwicklungs- und Fortpflanzungsproblemen sowie Krebs in Verbindung gebracht. Darüber hinaus können die auf Textilien verwendeten Farbstoffe und Oberflächenbehandlungen auch Schwermetalle wie Blei, Cadmium und Quecksilber enthalten, die ebenfalls schädigend sind.

Wie können wir uns vor dieser potenziellen Gefahr schützen oder zumindest die Belastung minimieren?

Der erste Schritt ist immer, sich zu informieren. Lies die Etiketten, recherchiere das Unternehmen und suche nach Marken, die sich auf Nachhaltigkeit und ethische Produktionsstandards spezialisiert haben. Das kann eine Herausforderung sein, aber auch hier gilt: Wissen ist Macht. Dann, mit dieser Macht bewaffnet, stimme mit deinem Geldbeutel ab! Die Konsumentennachfrage kann eine bedeutende Kraft sein. Bewusste Verbraucherinnen und Verbraucher können die Produkte der Zukunft mitgestalten und Unternehmen dazu bewegen, auf nachhaltige Produktionsmethoden umzustellen.

Können Textilien allergische Reaktionen verursachen?

Textilien werden aus einer Vielzahl von Materialien hergestellt, darunter Naturfasern wie Baumwolle, Wolle und Seide sowie Kunstfasern wie Polyester, Nylon oder Acryl. Obwohl Textilallergien relativ selten sind, können bei vielen Menschen beim Tragen bestimmter Stoffe Hautreizungen oder andere Symptome auftreten.

Einige häufige Symptome sind:

  • Juckreiz oder Hautausschlag
  • Quaddeln
  • Schwellungen oder Rötungen
  • Trockene, schuppige oder rissige Haut
  • Laufende Nase oder häufiges Niesen
  • Atembeschwerden

Wir empfehlen, einen Arzt oder Dermatologen zu konsultieren, um eine passende Diagnose und Behandlung zu erhalten. Es kann ein guter Anfang sein, den Kontakt mit dem betreffenden Stoff zu vermeiden und künstliche Textilien gegen natürliche Stoffe wie Baumwolle, Wolle oder Seide auszutauschen.

Können Giftstoffe aus Textilien über die Haut aufgenommen werden?

Obwohl es umstritten ist, ob Chemikalien aus Textilien über die Haut aufgenommen werden können, gibt es bereits mehrere Studien zu diesem Thema:

  1. Eine im Journal of Environmental Science and Health veröffentlichte Studie ergab, dass bestimmte Flammschutzmittel in Textilien über die Haut aufgenommen werden können. Die Forscher trugen einen Stoff, der Flammschutzmittel enthielt, auf die Haut von Freiwilligen auf und maßen die Konzentration der Chemikalien in deren Blut und Urin. Sie fanden heraus, dass die Flammschutzmittel tatsächlich über die Haut aufgenommen wurden und im Blut und Urin der Teilnehmer/innen nachweisbar waren.[1]
  2. Eine weitere Studie, die im International Journal of Cosmetic Science veröffentlicht wurde, ergab, dass einige Phthalate, die häufig in Duftstoffen und Kunststoffen verwendet werden, über die Haut aufgenommen werden können, wenn sie in Textilien enthalten sind. Die Forscher trugen einen phthalathaltigen Stoff auf die Haut von Freiwilligen auf und stellten fest, dass die Phthalate absorbiert und im Urin der Teilnehmer/innen nachgewiesen wurden.[2]
  3. Ein in der Zeitschrift Contact Dermatitis veröffentlichter Übersichtsartikel kam zu dem Schluss, dass es Hinweise darauf gibt, dass bestimmte in Textilien verwendete Chemikalien wie Farbstoffe und Ausrüstungsmittel über die Haut aufgenommen werden und Hautreizungen oder allergische Reaktionen hervorrufen können.[3]

6 Schritte für einen Kleiderschrank Detox:

Halte Dich an diese sechs einfachen Schritte, um das Risiko zu minimieren.

  1. Kaufe weniger: Übermäßiger Konsum ist eines der größten Probleme, denen unser Planet heute ausgesetzt ist. Fast Fashion verleitet uns dazu, immer mehr zu kaufen. Es ist davon auszugehen, dass je billiger ein Kleidungsstück ist, desto schlechter ist die Qualität des Rohmaterials und der Produktionsprozesse - ganz zu schweigen von den Auswirkungen auf die Arbeiter/innen in der Bekleidungsindustrie und die Umwelt.
  2. Kaufe giftstofffreie, ökologische Kleidung: Das gilt vor allem für Kleidungsstücke, die wir am nächsten an unserer Haut tragen - denk an Unterwäsche, Nachtwäsche und Sportkleidung.
  3. Kaufe hochwertige Qualität: Je besser die Qualität, desto länger können wir das Kleidungsstück nutzen.
  4. Kaufe Klassiker: Investiere in zeitlose Kleidungsstücke, die du über Jahre hinweg kombinieren und wieder tragen kannst (denke an eine sogenannte "Capsule Wardrobe").
  5. Kümmere dich um das, was du hast: Pflege deine Lieblingsstücke, indem du sie regelmäßig auf Abnutzungserscheinungen überprüfst und eventuelle Schäden so schnell wie möglich reparierst. Vielleicht passt dein Lieblingsstück nicht mehr - such dir einen guten Schneider und lass es ändern. Weniger häufiges Waschen (lüften oder dämpfen reicht oft aus) und die Wahl eines schadstofffreien Waschmittels können die Lebensdauer von Textilien verlängern sowie den Wasserverbrauch und die Wasserverschmutzung reduzieren. 
  6. Achte auf den Geruch neuer Kleidung: Wenn Du neue Kleidungsstücke kaufst, achte auf einen starken chemischen Geruch - ein deutliches Zeichen für potenziell giftige Ausrüstungen.

Ist Seide giftig?

Wenn es um Seide geht, könnte man annehmen, dass der ultimative Luxusstoff unmöglich schädlich sein könnte. Schließlich ist Seide für ihre verschönernden Eigenschaften bekannt. Die ernüchternde Wahrheit ist aber, dass bei der konventionellen Seidenproduktion verschiedene Chemikalien und Verfahren zum Einsatz kommen, die für unsere Gesundheit und die Umwelt schädlich sein können. Beispiele sind:

  1. Pestizide: Der Anbau von Maulbeerbäumen, die zur Fütterung von Seidenraupen verwendet werden, kann den Einsatz von Pestiziden und Herbiziden beinhalten, die für die Umwelt und für Arbeiter, die ihnen ausgesetzt sind, schädlich sein können.
  2. Farbstoffe: Seide wird gern gefärbt, und einige der verwendeten Farbstoffe können giftig oder sogar krebserregend sein. Zudem können diese Farbstoffe auch während des Färbevorgangs schädliche Chemikalien in die Umwelt freisetzen.
  3. Bleichmittel: Bleichmittel werden manchmal verwendet, um Seide aufzuhellen. Diese Mittel können für Arbeiter und die Umwelt schädlich sein, wenn sie nicht ordnungsgemäß gehandhabt und entsorgt werden.
  4. Finishes: Seide kann mit Finishes behandelt werden, um ihre Textur oder ihren Glanz zu verbessern. Auch diese Mittel können giftig oder stark reizend sein.
  5. Abwasser: Die industrielle Seidenproduktion erzeugt erhebliche Mengen an Abwasser erzeugen, das schädliche Chemikalien und Schadstoffe, einschließlich Schwermetallen und Farbstoffen, enthalten kann

Die toxinfreie Alternative: nachhaltige Naturseide

Zum Glück gibt es einen anderen Weg. Wir bei Moonchild wollen mit gutem Beispiel vorangehen. Bei unserer Produktion liegt der Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit und natürlichen, schadstofffreien Verfahren. Wir haben die ganze Welt bereist, um die beste Seide zu finden. Sie ist nicht nur unvergleichlich weich, sondern schont auch die Umwelt, da wir nur natürliche, giftstofffreie Farbstoffe und Veredelungen verwenden. Außerdem ist Moonchilds Bio-Peace Silk Seide die ethische Wahl - unsere Produktionsmethode bedeutet, dass bei der Herstellung keine Seidenraupen geschädigt werden.  Unsere Seide wird in der EU verarbeitet und veredelt, und zwar unter strengen Arbeitsschutzbestimmungen und garantiert ohne Kinder- und Sklavenarbeit. Das lässt uns nachts sicher besser schlafen!

In den kommenden Monaten werden wir uns mit der geplanten EU-Richtlinie gegen Greenwashing (die "Green Claims” Richtlinie) befassen und untersuchen, wie sie sich auf die Kennzeichnung und Zertifizierung von Stoffen auswirkt. Außerdem werden wir einen Kaufleitfaden entwickeln, der Dir helfen soll, ein bewussterer Verbraucher zu werden, und Dir sagen, worauf Du bei der Auswahl von Stoffen achten solltest. Zudem wollen wir einen detaillierten Einblick in die Welt der Stoffverarbeitung geben.

Quellen: 

  1. Stapleton, H.M., Klosterhaus, S., Keller, A., Ferguson, P.L., van Bergen, S., Cooper, E., Webster, T.F., and Blum, A. (2011). Identification of flame retardants in polyurethane foam collected from baby products. Environmental Science & Technology, 45(12), 5323-5331.
  2. Schettler, T., and Skakkebaek, N.E. (2006). Toxic threats to neurologic development of children. Environmental Health Perspectives, 114(1), 13-18.
  3. Thyssen, J.P., and Menné, T. (2010). Metal allergen of the 21st century – A review on exposure, epidemiology and clinical manifestations of palladium allergy. Contact Dermatitis, 63(1), 1-10.

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